Kath. Kirchengemeinde Berlin-Marzahn

„Von der Verklärung des Herrn“

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Don-Bosco-Fest 2019

Herzliche Einladung zum Don-Bosco-Fest am 27. Januar. Weitere Infos Linkhier.

Gedanken zur Johannes-Minne

Ein Bild, ein Kunstwerk spricht. Die Worte, die beim Betrachter ankommen, können unterschiedlich ausfallen. Sie müssen auch nicht identisch sein mit den Worten, die der Künstler in sein Werk hineingelegt hat. Ein wertvolles Buch spricht die Freiheit des Menschen an, die ihn zum Menschen werden lässt. Bei einem Kunstwerk gilt das auch, und vielleicht noch intensiver. Wenn ich jetzt einige Gedanken zu Papier bringe, dann sind das meine Gedanken, die mir in der Meditation über einen längeren Zeitraum gekommen sind. Johannes lehnt sich distanzlos an die Schulter Jesu. Jesus lässt eine körperliche Nähe zu. Johannes erfährt mehr als Geborgenheit. Das rote Band, das beide verbindet, verstehe ich als Band der Vertrautheit und des gegenseitigen Verstehens. Die Johannesminne ist ein Ausschnitt der Abendmahlszene. Jesus nimmt Abschied vom „engeren Kreis“ seiner Jünger. Jesus hat einen zielgerichteten Blick. Er weiß, was ihn erwartet. Auch Johannes hat eine Ahnung davon. Dennoch strahlt die Darstellungsweise eine Gelassenheit, ja, sogar eine Ruhe aus. Sie erinnert so an das Herrenwort: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch Ruhe verschaffen.“ Diese Zusage gilt jedem Betrachter, der sich auf den Weg der Nachfolge gemacht hat, und lässt es ihn auf diese Weise erfahren.

Pater Josef Kahmann, SDB